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Der PDCA-Zyklus

Plan-Do-Act-Check im Qualitätsmanagement

Was ist ein PDCA Zyklus
Definition

Anwendung des PDCA-Zyklus in der Praxis

Wann und wie wird der PDCA-Zyklus angewendet?

Ein neuer PDCA-Zyklus sollte immer dann gestartet werden, wenn ein Team ein Problem oder eine Verbesserungschance erkannt hat. Der Kreislauf wird so oft durchlaufen, bis das anfängliche Problem beseitigt oder eine zufriedenstellende Verbesserung erreicht wurde.

 

Um das Qualitätsmanagement in einem Betrieb nachhaltig positiv zu beeinflussen, muss der PDCA-Zyklus kontinuierlich angewendet werden. Eine konsequente Qualitätspolitik im Unternehmen ist die Grundvoraussetzung für den Erfolg der kontinuierlichen Verbesserung.

 

Herausforderungen in der Praxis

Viele Unternehmen sind in der Durchführung, der DO-Phase, sehr stark. In der Praxis zeigt sich allerdings, dass für die erste und wichtige PLAN-Phase oftmals zu wenig Ressourcen und Zeit zur Verfügung stehen. 

 

Auch die Ergebnisse der CHECK-Phase werden in vielen Betrieben zwar erhoben und dokumentiert, aber oftmals nur in geringem Maße wirklich ausgewertet und verwendet.


Die ACT-Phase stellt für viele Unternehmen die größte Herausforderung dar. Hier gilt es mit einer konsequenten Qualitätspolitik nicht nur in der Führungsebene, sondern bei allen Mitarbeitern auf eine Verbesserung der Prozesse hinzuwirken.

4 Phasen
Anwendung

Der PDCA-Zyklus (auch PDCA-Methode oder PDCA-Kreislauf) ist ein Konzept im kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Er hat seinen Namen von den Anfangsbuchstaben seiner vier Phasen: Plan, Do, Check, Act. Diese werden fortlaufend durchlaufen, um die Qualität von Produkten oder Dienstleistungen zu verbessern. 

 

Seinen Ursprung hat die PDCA-Methode in den 1930er Jahren. Der amerikanische Physiker, Walter Andrew Shewhart, entwickelte ein Modell zur Qualitätsverbesserung in einem Werk von Western Electric – den sogenannten Shewhart-Cycle. Sein Schüler, der Wirtschaftsberater William Edwards Deming, entwickelte das Modell weiter und etablierte den “Deming Circle” (dt. Deming Kreis). Deming war nach Ende des Zweiten Weltkriegs, im Kommando von General McArthur, verantwortlich für den wirtschaftlichen Wiederaufbau Japans und stellte hierfür 1950 sein Modell vor. Bis heute gilt Deming mit seinem PDCA-Kreis als Pionier im Qualitätsmanagement.

Quelle: qz-online.de

Definition: Was ist ein PDCA-Zyklus?

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Der PDCA Zyklus beschreibt vier Phasen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses: Plan, Do, Check, Act. Diese werden fortlaufend in einem Kreislauf durchlaufen.

4 Phasen des PDCA-Zyklus: Wie setzt sich der PDCA-Zyklus zusammen?

Wie der Name schon sagt, wird in der ersten Phase ein Plan erstellt. Es werden Ziele definiert und Teilprozesse festgehalten. Außerdem werden in der PLAN-Phase auch Ressourcen, Risiken und Chancen des Prozesses ermittelt. 


Für den Erfolg der kontinuierlichen Verbesserung ist es entscheidend, dass die Plan-Phase gut durchdacht und gründlich ausgeführt wird. Nehmen Sie sich also entsprechend viel Zeit für Feedback-Schleifen. Hierzu eignet sich zum Beispiel die Hoshin Kanri Catch Methode.

 

Bevor Sie zur nächsten Phase, der Umsetzungsphase, übergeben, sollten Sie folgende Fragen beantworten können:

  • Was ist das Kernproblem?

  • Welche Ressourcen sind erforderlich?

  • Welche Ressourcen sind vorhanden?

  • Wie kann das Problem mit den verfügbaren Ressourcen behoben werden?

  • Was sind die Ziele?

1. Plan (Planung und Formulierung von Zielen)

In der zweiten Phase des PDCA-Zyklus werden die in der ersten Phase geplanten Maßnahmen umgesetzt. Dabei können unvorhergesehen Probleme auftreten. Deshalb ist es wichtig, dass alle Aktivitäten der DO-Phase genau protokolliert werden.

 

Wenn möglich, sollten die Maßnahmen zuerst in einem kleinen, kontrollierten Rahmen umgesetzt werden, bevor sie auf das ganze Unternehmen ausgeweitet werden. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, sollten Verantwortungsbereiche vorab genau festgelegt werden.

2. Do (Umsetzung)

Die Auswertung ist wahrscheinlich der wichtigste Teil der PDCA-Methode. In der CHECK-Phase werden die Prozesse überwacht und die Ergebnisse der Umsetzungsphase ausgewertet. Hier können wiederkehrende Fehler oder problematische Teilprozesse identifiziert und in Zukunft beseitigt werden, um kontinuierliche Verbesserung anzustreben.

3. Check (Auswertung)

In der vierten Phase, der ACT-Phase, werden die ersten drei Phasen reflektiert und, falls nötig, Maßnahmen zur Verbesserung der Leistung ergriffen. Sind in den vorherigen Phasen keine Probleme aufgetreten, gelten die Abläufe als neuer Standard und können auf das gesamte Unternehmen übertragen werden.

Für den Fall, dass im PDCA-Zyklus Probleme aufgetreten sind, werden diese im nächsten Durchlauf berücksichtigt, bis eine geeignete Lösung gefunden wird.

4. Act (Handeln)

Der PDCA-Zyklus hat trotz der Herausforderungen viele Vorteile, wie die einfache Anwendbarkeit und die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten.

  • Gut verständlicher Aufbau
    Der PDCA-Zyklus ist leicht zu erklären und daher für alle Mitarbeiter einfach anzuwenden.

  • Viele Einsatzmöglichkeiten
    Die Anwendungsmöglichkeiten des PDCA-Zyklus sind nahezu unbegrenzt. Mit der PDCA-Methode lassen sich sowohl einfache Aufgaben als auch übergreifende Prozesse optimieren.

  • Fortlaufende Verbesserung
    Durch den kreisförmigen Aufbau ermöglicht das Modell bei richtiger Anwendung eine kontinuierliche Verbesserung.

Vorteile der PDCA-Methode

Der größte Vorteile des PDCA-Kreises ist gleichzeitig auch ein wesentlicher Nachteil. Er ist sehr einfach gehalten und schnell zu verstehen, aber die unklare Definition der einzelnen Schritte kann zu falschem Einsatz führen.

  • Unklare Definition
    Der einfache Aufbau des Modells kann dazu führen, dass er von ungeübten Personen falsch eingesetzt wird.

  • Langfristiger Ansatz
    Die PDCA-Methode verfolgt einen langfristigen Ansatz, ist aber nicht für schnelle Problemlösungen geeignet.

Nachteile des PDCA-Modells

Vor- und Nachteile

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Der PDCA-Zyklus (auch Shewhart-Zyklus oder Deming-Kreis ) ist eine Vorgehensweise zur kontinuierlichen Verbesserung von Prozessen. Er wird in vielen Bereichen des Qualitätsmanagements im in der Produktion, im Management und vielen anderen Bereichen eingesetzt.

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Autor und Geschäftsführer Manuel Zabe

Manuel Zabe

Erstellt am 19.01.2024

Zuletzt geändert 22.01.2024

Geschäftsführer der ExpertMe GmbH und Experte für Arbeitssicherheit

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