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Schutzziele der IT-Sicherheit

und die Rolle des IT-Sicherheitsbeauftragten für die Informationssicherheit

Die Informationssicherheit spielt in modernen Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Informationen und Systemen sind für den Geschäftsbetrieb von entscheidender Bedeutung und müssen vor Angriffen und Missbrauch geschützt werden. In diesem Kontext spielt der IT-Sicherheitsbeauftragte eine wichtige Rolle bei der Planung, Durchführung und Überwachung von Maßnahmen zur Absicherung von IT-Systemen und -Netzwerken. In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick darauf, wie die IT-Sicherheit in Unternehmen gewährleistet wird und welche Rolle der IT-Sicherheitsbeauftragte dabei spielt.

Definiton IT-Sicherheit

IT-Sicherheit bezieht sich auf die Absicherung von Systemen und Netzwerken gegen unbefugten Zugriff und Schäden. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen zur Absicherung von Datenbanken und Anwendungen, die Verwendung von Firewalls und Virtual Private Networks (VPNs), um den Zugriff auf das Netzwerk zu kontrollieren und zu beschränken, sowie die Verwendung von Sicherheitssoftware, um Malware und andere Bedrohungen zu erkennen und zu verhindern.

Die IT-Sicherheit umfasst auch die Sicherung von Endgeräten wie Computern, Smartphones und Tablets. Dazu gehört die Verwendung von Passwörtern und Zugriffsbeschränkungen, um sicherzustellen, dass nur autorisierte Personen auf die Geräte und die darauf gespeicherten Daten zugreifen können. Ebenso gehört dazu die regelmäßige Aktualisierung von Betriebssystemen und Sicherheitssoftware, um Schwachstellen zu beheben und die Geräte vor Angriffen zu schützen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der IT-Sicherheit ist die Absicherung von Online-Transaktionen, wie beispielsweise beim Online-Shopping oder beim Banking. Hierzu werden in der Regel Sicherheitsprotokolle wie SSL (Secure Sockets Layer) oder TLS (Transport Layer Security) verwendet, um die Kommunikation zwischen dem Endgerät und dem Server zu verschlüsseln und somit vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

Insgesamt geht es bei der IT-Sicherheit also darum, die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Informationen und Systemen in der Informations- und Kommunikationstechnologie zu gewährleisten und sicherzustellen, dass sie vor Angriffen und Missbrauch geschützt sind.

Was bedeutet IT-Sicherheit? Eine Definition

3 Schutzziele der IT-Sicherheit

3 Schutzziele der Informationssicherheit

Die drei primären Grundwerte der Informationssicherheit sind Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen. Diese drei Aspekte werden als die Schutzziele der IT-Sicherheit bezeichnet:

1. Integrität

Die Integrität bezieht sich auf den Schutz von Informationen und Systemen vor unbefugtem Zugriff und Änderung. Es soll verhindert werden, dass Unbefugte Zugriff auf die Daten haben oder diese verändern. Um die Integrität von Daten zu gewährleisten, müssen Datenänderungen durch Maßnahmen verhindert werden oder Maßnahmen ergriffen werden, durch die eine Änderung von Daten erkannt und nachvollzogen werden kann.

2. Vertraulichkeit

Die Vertraulichkeit ist der Schutz von Informationen vor Zugriff durch unautorisierte Personen. Unbefugte sollen keinen Zugriff auf vertrauliche Informationen und Daten haben. Insbesondere bei sensiblen  Daten ist es besonders wichtig, dass genau geregelt ist, wer berechtigt ist, auf diese Daten zuzugreifen. Der Schutz personenbezogener Daten ist in der Datenschutzgrundverordnung und im Bundesdatenschutzgesetz gesetzlich geregelt.

Schutzziele der Informationssicherheit

3. Verfügbarkeit

Die Verfügbarkeit von Informationen und Systemen bezieht sich darauf, dass sie jederzeit für autorisierte Personen zugänglich sind. Durch entsprechende Schutzmaßnahmen soll verhindert werden, dass Unbefugte die Verfügbarkeit von Systemen oder Daten beeinträchtigen.

 

Die Einhaltung dieser Grundwerte ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Informationen und Systeme eines Unternehmens vor Bedrohungen geschützt sind und der Geschäftsbetrieb reibungslos funktioniert.

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Was umfasst die IT-Sicherheit

Was umfasst die IT-Sicherheit bzw. IT-Security?

Die IT-Sicherheit umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen und Technologien, die dazu beitragen, die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Informationen und Systemen in der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zu gewährleisten. Einige Beispiele für Maßnahmen und Technologien, die zur IT-Sicherheit gehören, sind:

  • Firewalls: Eine Firewall ist eine Netzwerkkomponente, die den Zugriff auf das Netzwerk kontrolliert und beschränkt. Sie kann als Hardware-Gerät oder als Software-Lösung eingesetzt werden und dient dazu, unerwünschte Verbindungen und Datenpakete zu blockieren.

  • Virtual Private Networks (VPNs): Ein VPN ist ein sicheres Netzwerk, das über eine öffentliche Verbindung, wie beispielsweise das Internet, aufgebaut wird. Es ermöglicht den Nutzern, sich von jedem Ort aus sicher an das Netzwerk anzuschließen und somit auf geschützte Ressourcen zugreifen zu können.

  • Sicherheitssoftware: Sicherheitssoftware wie Antivirus-Programme, Malware-Schutz und andere Tools dienen dazu, Bedrohungen wie Viren, Trojaner und andere Malware zu erkennen und zu verhindern. Es empfiehlt sich, regelmäßig Sicherheitsupdates durchzuführen und die Sicherheitssoftware auf dem neuesten Stand zu halten.

  • Sicherheitsprotokolle und Verschlüsselung: Sicherheitsprotokolle wie SSL (Secure Sockets Layer) und TLS (Transport Layer Security) werden verwendet, um die Kommunikation zwischen Endgeräten und Servern zu verschlüsseln und somit vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Sie werden häufig bei Online-Transaktionen wie beim Online-Shopping oder beim Banking eingesetzt, um sicherzustellen, dass die Daten nicht von Dritten abgefangen werden können.

  • Passwortrichtlinien: Um den Zugriff auf Systeme und Geräte zu kontrollieren, sind starke und sichere Passwörter erforderlich. Es empfiehlt sich, Passwörter regelmäßig zu ändern und sichere Passwort-Richtlinien zu verfolgen, wie beispielsweise die Verwendung von Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.

  • Zugriffsbeschränkungen: Um sicherzustellen, dass nur autorisierte Personen auf Systeme und Geräte zugreifen können, sind Zugriffsbeschränkungen erforderlich. Dies kann beispielsweise durch Passwörter oder biometrische Authentifizierungsmöglichkeiten wie Fingerabdruck-Scanner oder Gesichtserkennung erfolgen.

Dies sind nur einige Beispiele für Maßnahmen, die zur IT-Sicherheit gehören. In der Praxis umfasst die IT-Sicherheit jedoch noch viele weitere Maßnahmen und Techniken, die darauf abzielen, die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Informationen und Systemen in der Informations- und Kommunikationstechnologie zu gewährleisten. Dazu gehören beispielsweise auch die Sicherung von Online-Transaktionen, die Einhaltung von Datenschutzgesetzen und die Einrichtung von Notfallplänen für den Fall von Cyberangriffen oder anderen Sicherheitsvorfällen. Es ist wichtig, dass Unternehmen und Organisationen regelmäßig ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen überprüfen und aktualisieren, um sicherzustellen, dass sie vor Bedrohungen geschützt sind.

IT-Sicherheit im Unternehmen

Wird die IT-Sicherheit in Unternehmen gewährleistet? Welche Rolle spielt dabei der Sicherheitsbeauftragte?

Die IT-Sicherheit in Unternehmen wird in der Regel durch eine Kombination verschiedener Maßnahmen und Techniken gewährleistet. Eine wichtige Rolle bei der Absicherung von IT-Systemen und -Netzwerken spielt der IT-Sicherheitsbeauftragte. Die Bestellung eines IT-Sicherheitsbeauftragen ist sinnvoll, um eine verantwortliche Person für die Planung, Durchführung und Überwachung von IT-Sicherheitsmaßnahmen im Unternehmen zu haben. Der IT-SiBe hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Informationen und Systemen gewährleistet sind.

Zu den Maßnahmen, die der IT-Sicherheitsbeauftragte im Unternehmen ergreifen kann, gehören beispielsweise:

  • Die Einführung von Passwort-Richtlinien und -Verwaltung

  • Die Einrichtung von Firewalls und Virtual Private Networks (VPNs)

  • Die Verwendung von Sicherheitssoftware

  • Die Einführung von Zugriffsbeschränkungen

  • Die Verschlüsselung von Daten

Der IT-Sicherheitsbeauftragte arbeitet eng mit anderen Abteilungen im Unternehmen zusammen, um sicherzustellen, dass die IT-Sicherheitsmaßnahmen in der gesamten Organisation umgesetzt werden. Zu den Aufgaben des IT-Sicherheitsbeauftragten gehört es, Mitarbeiter über die wichtigen Aspekte der IT-Sicherheit zu informieren und ihnen die notwendigen Tools und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um die Sicherheit der IT-Systeme im Unternehmen zu gewährleisten.

Insgesamt hat die IT-Sicherheit in Unternehmen eine sehr wichtige Funktion und der IT-Sicherheitsbeauftragte spielt eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung und Überwachung von Maßnahmen zur Absicherung von Informationen und Systemen. 

IT-Sicherheitsbeauftragte arbeiten oft eng mit Datenschutzbeauftragten zusammen, um sicherzustellen, dass die IT-Sicherheitsmaßnahmen im Unternehmen auch den datenschutzrechtlichen Anforderungen entsprechen.

Normen & Gesetze
Mehr zum IT-Sibe

Welche Normen und Gesetze gelten in Bezug auf die IT-Sicherheit?

In Bezug auf IT-Sicherheit in Unternehmen gibt es eine Vielzahl von Gesetzen, Normen und rechtlichen Vorgaben, die beachtet werden müssen. Einige Beispiele für solche Regelungen sind:

  • Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG): Das BDSG regelt den Schutz personenbezogener Daten und setzt u.a. voraus, dass Unternehmen Maßnahmen zum Schutz der Daten treffen und die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Daten sicherstellen.

  • Das Telekommunikationsgesetz (TKG): Das TKG regelt die Bereitstellung von Telekommunikationsdiensten und setzt unter anderem Anforderungen an die Sicherheit von Telekommunikationssystemen und -netzwerken.

  • Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG): Das UWG verbietet unlautere Geschäftspraktiken und stellt auch die Sicherheit von IT-Systemen und -Netzwerken als wettbewerbsrelevantes Kriterium dar.

  • Die ISO 27001: Die ISO 27001 ist eine internationale Norm für das Informationssicherheitsmanagement, die Anforderungen an die Sicherheit von IT-Systemen und -Netzwerken festlegt und die Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen überprüft.

  • Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): Die DSGVO ist eine EU-weite Verordnung, die den Schutz personenbezogener Daten regelt und Unternehmen dazu verpflichtet, angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz von Daten zu treffen.

Es gibt noch viele weitere Gesetze, Normen und rechtliche Vorgaben, die in Bezug auf IT-Sicherheit in Unternehmen relevant sind. Es ist wichtig, dass Unternehmen sich über die geltenden Regelungen informieren und diese einhalten, um sicherzustellen, dass sie ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen und ihre IT-Systeme und -Netzwerke angemessen absichern. Die Verantwortung hierfür trägt der IT-Sicherheitsbeauftragte. 

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Autor Manuel Zabe - Geschäftsführer und Experte für Arbeitssicherheit

Manuel Zabe

Erstellt am: 22.03.2023
Zuletzt geändert: 19.02.2024

Geschäftsführer der ExpertMe GmbH und Experte für Arbeitssicherheit

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